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Der 1. Paderborner Schwimmverein
von 1911 e.V. wurde am 27. Mai 1911 im "Hotel zur
Post" gegründet und ist damit einer der ältesten und
traditionsreichsten Schwimmclubs der Region. Er gehört
seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Vereinen
im Schwimmverband Ostwestfalen-Lippe e.V. Nebenstehend
zwei historische Fotos aus den frühen Jahren des 1.
PSV.
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Schon in der Zeit nach der Gründung bis in die
Mitte dieses Jahrhunderts präsentierte der Verein
immer wieder gute Einzelakteure und starke Wasserballmannschaften.
Ende der sechziger Jahre wuchsen Talente wie Hans-Günther
Vosseler, Wolfgang Hillemeyer und Michael Löhr unter
der erfahrenen Führung ihres Trainers Werner Braun
heran.
Höhepunkt dieser Epoche war der Gewinn der Silbermedaille
1972 in München, wo Hans-Günther Vosseler mit der
deutschen 4 x 200 m Freistilstaffel in Europarekordzeit
Olympisches Edelmetall gewann und nur vom US-amerikanischen
Quartett um den siebenfachen Goldmedaillengewinner
Mark Spitz geschlagen wurde. Bis heute ist Hans-Günther
Vosseler der einzige Olympia-Medaillengewinner Paderborns
und zu Recht das Aushängeschild des 1. Paderborner
Schwimmvereins.
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Aber auch in der Folgezeit wurden immer wieder Paderborner
Schwimmerinnen und Schwimmer in die verschiedenen Nationalkader
berufen. So waren Namen wie Rainer Jost, Peter Hoberg, Ulrich
Kramer, Gerd Dikta, Peter Wolfram, Andreas Noack, Iris Mösgen,
Katrin Kastner, Thomas Brinkhaus, Svenja Siekmann, Sascha
Brinkhoff und Michael Ernst in den Notizbüchern der Bundestrainer
zu finden, holten diese und weitere PSV-Asse mit Regelmäßigkeit
Titel auf nordrheinwestfälischer und deutscher Ebene in
die Paderstadt und qualifizierten sich für höhere Aufgaben.
Auch in den Staffelwettbewerben trugen sich die Paderborner
Mannschaften vielfach in die Siegerlisten ein. Seit mehr
als einem Vierteljahrhundert stellt der 1. PSV immer wieder
viele Sieger bei den OWL-Titelkämpfen.
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Diese schönen Erfolge erfuhren Anfang 1998 durch die
Zugänge der damaligen Nationalmannschaftsschwimmer
Michael Heßling und Andreas Siemes, die mit ihrem
Trainer Helge Gödecke zum PSV gekommen waren, eine
weitere positive Fortsetzung. Insbesondere Michael
Heßling gehörte als Zweiter der damaligen Weltrangliste
über 50 m Brust auf der "Kurzbahn" zu den größten
Hoffnungen des Vereins.
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Ende der neunziger Jahre zählten vor allem Janina
Gerkens (Foto) und Sebastian Persicke als Talente
auf den Brust- bzw. Rückenstrecken zu den Trumpfkarten
des 1. PSV. Erstgenannte wurde im Januar 2001 durch
den Deutschen Schwimmverband bei Weltcup-Terminen
in Sheffield und Berlin eingesetzt, nahm danach
mehrfach am
Weltcup in der Bundeshauptstadt teil, während
Sebastian den Verein zwischenzeitlich verlassen
hat und zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist.
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In den Mannschaftswettbewerben zählte das Herren-Team von
1974 bis 1976 zur 1. Bundesliga, bis 1980 zur 2. Bundesliga.
Nach einem völligen Neuanfang im Jahre 1983 schaffte man
1988 erneut den Sprung in die 2. Bundesliga. Im Jahre 1984
gehörten die Damen erstmals der 2. Bundesliga an, die erneute
Qualifikation für diese zweithöchste Klasse des Deutschen
Schwimmverbandes schafften die "Ladies" 1993. Im Jahre 2009
stiegen Damen- und Herrenmannschaft in die Oberliga ab,
jedoch gelang den Herren Anfang 2011 der unmittelbare Wiederaufstieg
in die zweite Liga.
Die "Masters" (Senioren) des 1. Paderborner SV sorgen seit
Anfang der 80er Jahre für positive Schlagzeilen. Insbesondere
Ursula Kastner mit mehreren Europameisterschaftstiteln und
mittlerweile weit über 30 Siegen bei den "Deutschen" und
Iris Kürten-Schwabe sind hier hervorzuheben. Bei der Masters-WM
2000 in München landete sie über 200 Rücken auf dem dritten
Platz. Gold und Silber gab es hier für Bettina Buchholz
und Andree Wendel.
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Aber auch die Jüngsten sind beim
1. PSV gut aufgehoben. Für seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit
erhielt der Verein 1987 den Preis des "Grünen Bandes"
von der Dresdner Bank und dem Deutschen Sportbund.
Dem Projekt Talentsichtung/Talentförderung
Schwimmen des 1. PSV wurde bundesweit Pilotcharakter
zuerkannt. Die zahlreichen Schwimmkurse
für Kinder, spezielle Kurse in der Gesundheitsprophylaxe
bis hin zu modernen Bewegungsaktivitäten wie Aqua-Jogging
u.ä. finden seit langem mehr als guten Anklang.
Für seine hervorragende Arbeit im Bereich
des Breiten-
und Gesundheitssports erhielt der 1. PSV 1998
das "Qualitätszertifikat Breitensport"
des Westdeutschen Schwimmverbandes (jetzt: Schwimmverband
NRW) sowie im gleichen Jahr auch das "Zertifikat
für Gesundheitsangebote im Wasser" des
Deutschen Schwimmverbandes.
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Zahlreiche überregional namhafte Schwimmsport-Wettbewerbe
richtete des 1. PSV aus, so einen Schwimmländerkampf Bundesrepublik
- UdSSR und den Wasserball-Supercup zwischen Rote Erde Hamm
und Spandau 04 Berlin in der Schwimmoper am Maspernplatz
(1981), die deutsche Pokalendrunde im Wasserball im Freibad
(Rolandsbad) (1983) sowie mehrfach westdeutsche und ostwestfälische
Meisterschaften bis hin zu Bundesliga-Durchgängen im Rahmen
der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Schwimmen (DMS).
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Fünfmal fand in den 90er Jahren der
PaderSchwimmSprint, ein mit vielen international erfolgreichen
Athleten besetzter Kurzstreckenwettkampf, in der "Schwimmoper"
statt. Im Jahr 2000 ist an die Stelle dieses Wettkampfes
der "Pader-Schwimm-Cup" getreten.
Auch durch die Ausrichtung von Tagungen auf Landes-
und Bundesebene hat sich der 1. PSV bereits wiederholt
Anerkennung erworben, so zum Beispiel beim Landesverbandstag
1990, bei dem der damalige PSV-Zweitvorsitzende
Rainer Tohermes zum Vizepräsidenten für den Leistungssport
gewählt wurde.
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Einzigartig ist die seit bald 40
Jahren bestehende freundschaftliche Beziehung zum
CN Le Mans, dem Schwimmclub der französischen Partnerstadt
Paderborns. Sie stellt die älteste Sportpartnerschaft
innerhalb der ältesten Städtepartnerschaft der Welt
zwischen Paderborn und Le Mans dar und greift auf
das Jahr 1973 zurück. Das nebenstehende Foto zeigt
den Besuch einer PSV-Delegation beim CN Le Mans im
Oktober 2005.
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Seit Januar 1979 ist der 1. Paderborner Schwimmverein auch
Träger des Landesleistungsstützpunktes Schwimmen, dem die
Landeskaderangehörigen aus Ostwestfalen-Lippe zugeordnet
sind. Mit Ute
Lenz stellt der 1. PSV auch die Trainerin des durch
Landesmittel (Landessportbund, Ministerium für Arbeit, Soziales,
Stadtentwicklung, Kultur und Sport des Landes NRW) finanziell
geförderten Stützpunktes. Seit August 2000 ist der Leistungsbereich
Schwimmen mit in das neu installierte "Teilzeitinternat
Sport" des Reismann-Gymnasiums Paderborn einbezogen worden.
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In den letzten Jahren reifen mehr
und mehr großartige Talente unmittelbar aus der Jugendarbeit
des 1. PSV heran. Zu ihnen ist in erster Linie Troy
Arnicke zu zählen, der seit der Wintersaison 2003
vor allem im Brustschwimmen, aber auch über 200 m
Schmetterling und 100, 200 sowie 400 m Lagen reihenweise
Deutsche Altersklassenrekorde erzielen konnte und
aktuell zu den besten Schwimmern seines Jahrgangs
(1991) im Bereich des DSV zählt. Im Mai 2007 wurde
Troy Arnicke im Schloss Benrath/Düsseldorf auf Grund
seiner Leistungen und Perspektiven mit einem Förderpreis
der Senioren-Union NRW in Höhe von 5.000 Euro ausgezeichnet.
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Im Sommer 2007 wechselte Troy Arnicke zur SG Wuppertal/Dormagen/Neuss,
anschließend zur SG Essen. Seit dem Frühjahr 2011 geht er
erneut für seine Paderborner Heimatverein an den Start.
Neben ihm standen aber andere äußerst talentierte
Schwimmer und Schwimmerinnen wie Nikolaj Dick, Tim Baranowski
sowie Maike Tweesmann und Theresa Montag als Synonym für
die gute Nachwuchsarbeit, die unsere Trainer seit vielen
Jahren abliefern. Seit Beginn der Sommersaison 2009 zeichnet
Ute Lenz für das Training der Wettkampfmannschaften
sowie für die Arbeit im Landesleistungsstützpunkt
verantwortlich.
Nach mehr als einem Vierteljahrhundert in der Vorstandsarbeit
verabschiedete sich Rainer Tohermes, zuletzt sehr erfolgreich
als 1. Vorsitzender des PSV, im Frühjahr 2006 aus der
Funktionärstätigkeit für den Verein. Ihm
folgte mit Cordula Plötz erstmals eine Frau an die
Führungsposition des rund 950 Mitglieder (Stand 2009)
starken Clubs. Im März 2009 verabschiedete die Mitgliederversammlung
eine neue Satzung, mit der dem Verein erstmals ein Präsidium
vorangestellt wurde. Gleichzeitig wurde die neue Jugendordnung
des Vereins in Kraft gesetzt. Zum ersten Präsidenten
wurde Ulrich Kramer gewählt, der Cordula Plötz
an der Vereinsspitze ablöste. Zu Vizepräsidenten
wählte die Mitgliederversammlung Caroline Ernst, Martin
Obelode und Christian Kops. Zum 01.01.2010 verzeichnete
der 1. PSV genau 1.006 Mitglieder und ist damit erstmals
"vierstellig".
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Seit Ende 2006 gehört der 1.
Paderborner SV - jetzt vertreten durch seine Präsidiumsmitglieder
Ulrich Kramer und Christian Kops - dem "Forum
Paderborner Spitzensport" an, zu dem sich der
SC Paderborn (Fußball), die Paderborn Baskets,
der LC Paderborn (Leichtathletik), die Untouchables
(Baseball), der Paderborner Squash Club, die Schützen
des SSV St. Hubertus Elsen und inzwischen auch der
Golf Club Paderborner Land zusammengeschlossen haben
um gemeinsam(e) Synergien für den heimischen
Spitzensport zu ergründen und zu nutzen. Im Mai
2010 wurde mit der Gründung einer gemeinnützigen
GmbH auch eine gesellschaftsrechtliche Vertretung
geschaffen. Zu den Aufgaben der "Forum Paderborner
Spitzensport gemeinnützige GmbH" gehört
neben dem Einsatz für den Leistungssport und
der Imageverbesserung, auch die Förderung der
Jugendhilfe sowie Bildung und Erziehung.
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Seit einigen Jahren hat im Verein eine neue Sportart,
das Unterwasser-Rugby, den Platz der Wasserballer eingenommen.
Das Team um Spielertrainer Marc Wick hat sich zwischenzeitlich
in der 1. Bundesliga Gruppe Nord etabliert und bei zahlreichen
Turnieren auf sich aufmerksam gemacht.
Mit Ulrike Gallasch steht eine Doppelweltmeisterin mit
dem Nationalteam der Damen in den Reihen des 1. PSV, deren
Leistungen im Frühsommer 2008 vom Bundespräsidenten mit
der Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes, der höchsten
deutschen Auszeichnung für sportliche Erfolge, gewürdigt
wurde. Auch Carina Steins wurde 2007 mit der Nationalmannschaft
im italienischen Bari Weltmeisterin. Nach einer "schöpferischen
Pause" nimmt seit 2010 auch wieder eine Wasserballmannschaft
am Spielbetrieb teil. Derzeit stellt die Abteilung eine
Mixed-Mannschaft, bestehend aus jungen und (etwas) älteren
Spielern und einigen Damen.
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